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Das Wichtigste zu externen Parasiten

  • Viele Parasiten greifen Pferde von aussen an. Im Fachjargon spricht man bei diesen Lästlingen von Ektoparasiten – im Gegensatz zu den Endoparasiten, die im Innern eines Organismus (meistens Magen-Darm-Trakt) parasitieren. Die meisten Parasiten ernähren sich vom Blut der Pferde. [1]
  • Stechfliegen belästigen unsere Pferde häufig. Als Stechfliegen bezeichnet man eine Gruppe von bluttrinkenden Insekten, zu welchen Stallfliegen, Bremsen und Mücken gehören. Weitere externe Parasiten, welche Pferden lästig werden, sind Kopffliegen, Milben, Läuse und Zecken. [2]

Hausfliegen und Stallfliegen

  • Haus- und Stallfliegen sind zwischen 0.6 cm und 0.8 cm gross. Sie sind mehrheitlich schwarz gefärbt. Stallfliegen zeichnen sich durch ein Schachbrett-Muster auf ihrem Körper aus. [1, 2]
  • Hausfliegen sind im Grunde harmlos, sie können dem Pferd aber lästig werden, weil sie gerne auf ihm sitzen. Stallfliegen ernähren sich hingegen von Blut und beissen das Pferd bevorzugt im Fesselbereich oder am Bauch. [2]
  • Eine passive Abwehr von Stallfliegen kann durch die Installation von Insektengittern bei offenen Stallfenster erreicht werden. Zudem sollten Grün- und Küchenabfälle nicht in Stallnähe gelagert werden, da diese attraktiven Nistplätze für Fliegen darstellen. [1]
  • Eine aktive Abwehr von Stallfliegen kann entweder mechanisch beispielsweise mit speziellen Decken oder aber mit Insektensprays erfolgen. [3]

Pferdebremsen

  • Pferdebremsen sind 1.9 cm bis 2.5 cm grosse Stechfliegen, welche braun bis grau gefärbt sind. Nur die Weibchen trinken Blut.
  • Beim Biss durch Pferdebremsen können Krankheitserreger, wie beispielsweise die Equine Infektiöse Anämie, übertragen werden. Zudem sind die Bisse für die Pferde schmerzhaft. [2]
  • Bremsen sind im Allgemeinen ziemlich schwer abzuwehren. Es gibt Fallen, allgemeine Insektizide und sonstige Abwehrmittel, welche den gewünschten Effekt haben können. Bremsen vermeiden es grundsätzlich in Unterstände zu fliegen und bevorzugen Weiden in Waldnähe. [4]

Mücken

  • Die Familie der Stechmücken ist sehr vielfältig. Die Insekten werden zwischen 0.5 bis 1.3 cm gross, haben feine Körper und Flügel. Mücken besitzen einen Stechrüssel, welcher den Weibchen das Trinken von Blut ermöglichen. [5]
  • Mücken könne diverse Krankheiten übertragen, welche für Pferde relevant und gefährlich sein können. Dazu gehört vor allem die Pferdeenzephalomyelitis (östlich, venezolanische und westlich). [5]
  • Die aktive Bekämpfung besteht hauptsächlich aus chemischen Abwehrmittel. Es gibt Sprays und Abwischtücher mit Insektiziden. Diese sollten nur mit Bedacht und zur Behandlung am Einzeltier gebraucht werden, um eine Resistenz in der Mückenpopulation zu vermeiden. [2]
  • Zur passiven Abwehr hilft es, wenn man in den warmen Jahreszeiten den Mücken keinen Nistplatz bietet. Alle Mücken legen ihre Eier in stehendes Gewässer, wo neue Mücken schlüpfen und ihr Larvenstadium verbringen. Um Mücken diese Möglichkeit nicht zu bieten, sollte man keine offenen, mit Wasser gefüllten Behältnisse (zum Beispiel Spritzkannen oder Eimer) in Stallnähe aufbewahren. [2, 5]

Kopffliegen

  • Erwachsene Kopffliegen gleichen vom Aussehen her den Hausfliegen. [2]
  • Sie ernähren sich vom Augensekret der Pferde und obwohl sie nicht beissen, können sie Keime mechanisch aufs Pferd übertragen. [2]
  • Kopffliegen zu vertreiben ist schwierig. Der Einsatz von Insektiziden bringt wenig, weil die Fliegen nur eine kurze Zeit auf den Pferden sitzen. Die Vermeidung von Weidegang während des Tages ist häufig die wirksamste Massnahme. [2]

Passende Produkte zur Insektenschutz

Wozu der Tierarzt rät...

  • Resistenzen gegen Insektizide nehmen zu. Deshalb sollten solche Produkte mit Bedacht verwendet werden. 
  • Bietet man den entsprechenden Insekten keine Nistplätze kann man die Belastung für den eigenen Stall stark minimieren.
  • Es ist empfehlenswert, zusätzlich auf mechanische Abwehr (wie Fallen oder Insektengitter) zu setzen.

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